Kinderarmut - "Das man immer nein sagen muss"
Eine Befragung der Eltern von Grundschulkindern mit Nürnberg-Pass
In der Stadt Nürnberg ist jedes 4. Kind von Armut betroffen. Im bundesweiten Vergleich ist das ein überdurchschnittlich hoher Wert. Wie in vielen Kommunen besteht auch in Nürnberg akuter Handlungsbedarf und das bei chronisch leeren Kassen.
Vor diesem Hintergrund hat man sich entschieden, das Problem gründlich zu analysieren um die knappen Haushaltsmittel zielgenau einzusetzen. In Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Bundesagentur für Arbeit entschied sich die Stadt für eine Befragung von Eltern mit Kindern im Grundschulalter, welche den "Nürnberg-Pass" besitzen. Durchgeführt und wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt von Prof. Dr. Werner Wüstendörfer. Ziel der Befragung war es, mehr über die Situation armer Kinder zu erfahren und konkrete Hilfsbedarfe armer Familien zu ermitteln. Ein sehr interessantes Randergebnis der Studie ist sicherlich, dass die meisten der Eltern eigene Bedürfnisse zurückstellen, um das Wohlergehen ihrer Kinder zu verbessern. Ein Ergebnis, das in der politischen Debatte um "Leistungen auf Gutschein" für bedürftige Familien gute Gegenargumente liefert.
Prof. Dr. Wüstendörfer präsentiert die wichtigsten Ergebnisse der Studie und stellt aktuelle Maßnahmen der Stadt Nürnberg vor. Nach dem Vorbild der Nürnberger Befragung wurde im September dieses Jahres eine ähnliche Befragung in Osnabrück durchgeführt. Wir möchten gerne die Erfahrungen aus Nürnberg bei der Erarbeitung und Realisierung konkreter Hilfsmaßnahmen nutzen.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen finden Sie unter www.allen-kindern-zukunft-geben.de