Im Frühjahr 2025 hat der Wissenschaftsrat ein Papier veröffentlicht, in dem er "Personalstrukturen im deutschen Wissenschaftssystem" diskutiert. Ausgehend von der Problemanalyse unplanbarer Karriere-wege – damit einhergehend prekärer Beschäftigung – bei gleichzeitiger Diagnose eines steigenden Fach-kräftebedarfs in der Wissenschaft schlägt der Wissenschaftsrat ein "generisches Personalstrukturmodell" vor. Dieses Modell mit den Karrierestufen S1 (Promotionsstelle) bis S4 (Professur oder Leitungsposition) ist an den Europäischen Referenzrahmen angelehnt. Das Papier zeigt auf, dass nicht nur die Professur, sondern auch in den Karrierephasen S2 und S3 (jeweils Entwicklungs-, Funktions- oder Projektstelle) unbefristete Beschäftigung vorgesehen ist. Wie genau, sei "einrichtungsspezifisch und [...] disziplinen-abhängig zu adaptieren". Zugleich legt der Wissenschaftsrat nahe, dass die einzig sinnvolle Qualifikation die Promotion ist - arbeitet also mit einem engen Qualifikationsbegriff.

Damit ist nun der Startschuss gegeben, unabhängig von den Entwicklungen in der WissZeitVG-Novelle über Personalstrukturmodelle zu diskutieren. Welche Kriterien soll ein gutes Modell für eine Universität (z.B. die UOS) erfüllen?

  • Was ist Qualifikation?

  • Was sind Daueraufgaben?

  • Was wäre ein gut begründetes Verhältnis von Promovierenden und Post-Docs / von befristeten und unbefristeten Stellen?

  • Wie hoch sollen die Übergangsquoten nach der Promotion auf eine be- bzw. eine entfristete Stelle an der Uni sein?

  • In welchem Lebensalter soll man durchschnittlich mit einer Entfristung rechnen dürfen? Wie gestalten sich prototypisch die Phasen einer auf Wissenschaft bezogenen Berufsbiographie?

Ziel des Workshops ist, Kritierien zu sammeln, mögliche Wirkungen zu sondieren und Rahmenbedingungen (z.B. Department-Bildung) zu diskutieren.

 

Mit Inputs von:

Dr. Eva Clasen, leitet die Abteilung Hochschul- und Bildungspolitik beim DGB-Bezirk Niedersachsen–Bremen–Sachsen-Anhalt.

Dr. Mathias Kuhnt, arbeitet am Lab für Organisations- und Differenzierungsforschung an der TU Dresden.

 

WANN: 05. FEBRUAR 2026 | 10:00 - 13:00 UHR

WO: EW GEBÄUDE, RAUM: 15/114 | SEMINARSTRASSE 20, UNIVERSITÄT OSNABRÜCK

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