33. Osnabrücker Sozialkonferenz

Forum für soziale Gerechtigkeit in der Region

"Wohnen - ein Menschenrecht?"
Auf der Suche nach einer fortschrittlichen Wohnungspolitik in Osnabrück

Mit Wohnraum lässt sich Geld verdienen. Viel Geld! Anders ist das ausgeprägte Interesse privater Investoren, bis hin zu internationalen Finanzkonzernen, nicht zu erklären. In großem Stil wurde über viele Jahre Wohnraum aus öffentlichem Besitz privatisiert. Wohnen sollte nach den Gesetzen des Marktes organisiert sein.

Mittlerweile sind große Wohnungskonzerne entstanden. "Vonovia" heißt der größte Eigentümer von Mietwohnungen in Deutschland. Ihm gehören 335.000 (!!!) Wohnungen. Dazu gehören auch die 3.700 Einheiten aus Osnabrück, die vor 15 Jahren durch den Verkauf der städtischen Wohnungsgesellschaft in Privatbesitz übergegangen sind.

Die Wohnungskonzerne erwarten hohe Renditen und preiswerter Wohnraum passt da nicht so richtig ins Geschäftsmodell. Die Mieten stiegen und steigen überall, trotz "Mietpreisbremse". Für Menschen mit geringem Einkommen wird Wohnen damit zum Problem; für viele gar zum Armutsrisiko.

Gibt es ein Grundrecht auf Wohnen; ist es sogar ein Menschenrecht? Vor diesem Hintergrund analysiert die Konferenz die Wohnungspolitik der letzten Jahre und fragt nach Konzepten für bezahlbaren Wohnraum für alle.

Das "Osnabrücker Bündnis für bezahlbaren Wohnraum", in dem sich zahlreiche Organisationen (Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände, Initiativen, u.v.m.) zusammengeschlossen haben, setzt sich mit einem Bürgerbegehren dafür ein, eine städtische Wohnungsgesellschaft zu gründen. Damit soll die Stadt wieder mehr Einfluss auf dem Wohnungsmarkt erlangen. Ein Anliegen, für das es im Rat aktuell keine Mehrheit gibt. Im 2. Teil der Konferenz wird deshalb die Wohnsituation in Osnabrück im Mittelpunkt stehen und über die Ziele des  Bürgerbegehrens diskutiert.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich, diese ist auch online möglich. 

Den Einladungsflyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

Veranstalter:
Kooperationsstelle Hochschulen u. Gewerkschaften Osnabrück in Zusammenarbeit mit weiteren Organisationen
Veranstaltungsort:
Kath. Familienbildungsstätte (FABI), Große Rosenstr. 18, 49074 Osnabrück
Datum:
Samstag, 3. November 2018
Beginn:
10:00 Uhr
Ende:
14:00 Uhr

 

 

Projektpartner

  • ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen
  • DGB
  • Fachhochschule Osnabrück
  • Hochschule Vechta
  • Universität Osnabrück

Termine

07.01.2019
Arbeitskreis "Forum für soziale Gerechtigkeit"
Einladung zum politischen Engagement
04.02.2019
Arbeitskreis "Forum für soziale Gerechtigkeit"
Einladung zum politischen Engagement
05.02.2019
"Der marktgerechte Patient in der Krankenhausfabrik"
Film mit anschließender Diskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Osnabrücker Ermutigung"
14.02.2019
"Die neue Wohnungsgemeinnützigkeit"
Vortrag mit Diskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Osnabrücker Ermutigung"

Pinnwand

  • Veranstalterbündnis mit über 20 Osnabrücker Organisationen

    Gemeinsame Veranstaltungsreihe über Armut, Reichtum und Verteilung


  • Für die Wiedererrichtung einer kommunalen Wohnungsgesellschaft


  • Kunst-und-Kultur-Unterstützungs-Karte: KUKUK = Kultur für 1 EURO!


  • Braunschweig, Bremen, Hannover-Hildesheim, Göttingen, Oldenburg und Osnabrück

    Wir organisieren den Dialog zwischen Wissenschaft und Arbeitswelt in Niedersachsen


  • Bundesarbeitsgemeinschaft der Kooperationsstellen

    Mit Veröffentlichungsdatenbank


  • Osnabrück alternativ

    OSNABRÜCK alternativ - Veranstaltungen, Aktionen, Termine


  • Hintergründe, Argumente & Fakten zu aktuellen Debatten


  • NachDenkSeiten

    Initiative zur Verbesserung der Qualität politischer Meinungsbildung e.V.


  • Arbeitswelt trifft Wissenschaft

    Mit Beiträgen zum Brexit, Mitbestimmung in Betrieben und zur Werkvertrags-problematik. Reinschauen lohnt sich!


  • Ein Magazin der Hans Böckler Stiftung

    Der Infodienst rund um Arbeit, Wirtschaft und Soziales


  • Die Schnittstelle

    Informationen der IG-Metall für Studium und Beruf